Der perfekte Teint Teil 2: Vorbereitung der Haut und Auftrag

Nachdem wir im ersten Teil rund um die perfekte Foundation einen Blick auf die immense Auswahl an Foundation geworfen haben, möchte ich nun im zweiten Teil  darauf eingehen, wie ihr eure Haut optimal auf eure Foundation vorbereitet, damit der Look auch lange hält und euch die unterschiedlichen Auftragsmöglichkeiten und Tools aufzeigen.

Vorbereitung der Haut und Haltbarkeit:

Oft liest man auf Blogs und Foren, dass viele mit der mangelnden Haltbarkeit ihrer aufgetragenen Foundation unzufrieden sind. Auch ich war von dem ein oder anderem hochpreisigen Produkt enttäuscht. Über die Jahre hinweg habe ich meine Schminkroutine verändert und dabei eins festgestellt: Damit die Foundation auf der Haut lange und gut sitzt, muss die Haut vorher optimal darauf vorbereitet werden:

Reinigt euer Gesicht mit einer milden Waschlotion oder einem Mizellenwasser und tragt eure Pflege auf. Wichtiger Tipp meinerseits: Lasst eure Gesichtscreme mind. 10 Minuten einziehen. (Mehr zur optimalen Gesichtspflege) Bei trockener Haut empfehle ich sogar 2-3 Schichten der Pflege aufzutragen und einzuarbeiten, damit eure Haut dem Grundierungsprodukt nicht die Feuchtigkeit entzieht. Nach dem Einziehen der Pflege nehme ich meist ein Kosmetiktuch (hier reicht es nur ein Blatt der mehrlagigen Tücher zu nehmen) und tupfe damit vorsichtig über das Gesicht. Überschüssige Pflege wird so abgetragen und eure Grundierung verrutscht so auch nicht. Meiner Erfahrung nach ist eine gute feuchtigkeitsspendende Pflege vollkommen ausreichend. Einen zusätzlichen Primer zu nutzen, ist nicht zwingend notwendig. Es sei denn, man möchte Rötungen oder vergrößerte Poren kaschieren.

Nach dem Foundation Auftrag empfehle ich meist ein Makeup Fixing Spray. Mehr über Fixing Sprays lest ihr hier.

Auftrag:

Um Foundation auf die Haut aufzutragen, gibt es mittlerweile unzählige Tools auf dem Markt. Die gängigsten Auftragmöglichkeiten sind immer noch die mit einem flachen Foundation-Pinsel, Buffer-Pinsel oder Beauty Blender.

Die Auswahl des passenden Tools hängt auch hier stark von euren Vorstellungen ab. Möchtet ihr, dass die Foundation sich ideal mit der Haut verbindet und ihr dadurch mehr Schichten für eine höhere Deckkraft auftragen wollt, bietet sich nicht jeder Pinsel gleich an.

Von links nach rechts: Sigma Flat Kabuki F80, Foundation Frieda von Kosmetik Kosmo, Buffing Brush von Real Techniques
Von links nach rechts: Sigma Flat Kabuki F80, Foundation Frieda von Kosmetik Kosmo, Buffing Brush von Real Techniques

Bei einem klassischen Foundation Pinsel handelt es sich um einen recht flachen Pinsel und ist in jedem Standard Pinselset zu finden. Die Foundation wird mit streichenden Bewegungen von der Gesichtsmitte nach außen mit dem Pinsel aufgetragen. Aufgrund des geringen Widerstands des Pinsels und der kleineren Fläche empfiehlt sich der Pinsel, wenn man eine leichte Deckkraft bevorzugt. Mithilfe der kleinen Fläche kann das Produkt gut in gewisse Gesichtspartien, wie um die Nase herum eingearbeitet werden.  Ein flacher Foundationpinsel eignet sich meinen Erfahrungen nach eher für Foundations im Stick-Format oder etwas flüssigere Texturen. Diese lassen sich einfacher in die Haut einarbeiten. Bei cremigeren bzw. dickflüssigen Foundations kommt es zu einem streifigen Auftrag.

Für cremigere Texturen empfiehlt sich eher ein sogenannter Bufferpinsel. Die meisten Bufferpinsel bestehen aus Synthetikhaare, die etwas weniger Produkt aufnehmen bzw. verschlucken als Echthaarpinsel.  Zur Dosierung der Foundation empfehle ich immer 1-2 Pumpstöße auf den Handrücken zu geben und diese erst nach und nach auf das Gesicht von innen nach außen zu verteilen. Tragt die Foundation mit dem Bufferpinsel zunächst in kreisenden Bewegungen auf. Sobald das Produkt verteilt ist, geht mit dem Pinsel in leichten tupfenden Bewegungen über das Gesicht. Somit verbindet sich die Grundierung ideal mit der Haut und das Ergebnis wird somit streifenfrei. Ein Bufferpinsel eignet sich sehr gut, das Produkt im Gesicht aufzubauen, um so eine höhere Deckkraft zu erzielen. Hier kommt es ganz auf eure persönlichen Vorlieben an. Für ein natürliches Ergebnis sollte jedoch möglichst wenig Produkt verwendet werden.

Von links nach rechts: Original Beauty Blender, Miracle Complexion Make-up Schwamm von Real Techniques, Thermalwasser von Avene
Von links nach rechts: Original Beauty Blender, Miracle Complexion Make-up Schwamm von Real Techniques, Thermalwasser von Avene

Eine sehr beliebte und gängige Methode ist der Auftrag mit dem sogenannten Beauty Blender (Makeup Schwamm). Neben dem teuren Original (15€ pro Schwamm) gibt es unzählige Dupes vom günstigen (Makeup Ei von ebelin dm) bis zum mittleren Preissegment (Miracle Complexion Make-up von Real Technique) auf dem Markt. Da ich bereits alle Varianten getestet habe,  empfinde ich durchaus einen Unterschied, wenn es um die Beschaffenheit geht. So sind die günstigen Alternativen etwas fester vom Material als das teure Original.

Bevor die Foundation mit dem Beauty Blender auf das Gesicht aufgetragen wird, muss der Schwamm angefeuchtet werden. Haltet ihn hierfür unter dem laufenden Wasserhahn und wringt ihn danach gut aus. Das Anfeuchten vorher ist wichtig, da sonst der Schwamm zu viel Produkt verschluckt. Da es bei mir morgens immer schnell gehen muss, bin ich dazu übergegangen und habe eine große Flasche Thermalwasserspray auf dem Schminktisch stehen. Mit diesem lässt sich der Beautyblender ebenfalls anfeuchten.

Für das Auftragen der Foundation mit dem Make-up Schwamm kann ich euch sehr die Youtube Videos der allseits beliebten pixiwoo Schwestern (britische Youtube Stars und Gründerinnen der Pinselmarke Real Techniques) empfehlen.

Hier bieten sich zwei Varianten je nach gewünschter Deckkraft an. Tragt ihr die Foundation mit dem Beautyblender in streichenden Bewegung auf, habt ihr aufgrund der relativ dünnverteilten Schicht ein sehr natürliches Ergebnis. Tragt ihr das Produkt in tupfenden Bewegungen mit dem Schwamm auf, erzielt ihr eine höhere Deckkraft, da ihr punktuell mehr Produkt in das Gesicht einarbeitet. Vorteil des Make-up Schwammes ist, dass ihr das Produkt in alle Gesichtspartien gut einarbeiten könnt und sich somit nicht sichtbar und unschön auf der Haut absetzt. Die Foundation verbindet sich ideal mit der Haut und ihr habt einen sogenannten Airbrush Effekt. Für mich persönlich erzielt der Auftrag mit dem Beautyblender das beste Ergebnis.

Wichtig jedoch ist bei allen genutzten Tools, die regelmäßige Reinigung (mind. 1x die Woche) mit einem milden Shampoo eurer Wahl oder einem speziellen Pinselreiniger. Verschmutzte Pinsel und Schwämme führen bei dauerhafter Nutzung zu Unreinheiten im Gesicht.

In einem dritten Teil verrate ich euch dann meine Tipps, wie ihr das Finish eurer Foundation selbst verändern und somit eure ungeliebten Foundation-Fehlkäufe weiterhin nutzen könnt.

Najat

Gründerin anbou

Auch ich zähle zu den Frauen, die ihr ganzes Leben dem Irrglauben unterlag nur mit Kleidergröße 36/38 ist das Leben schön und quälte mich so von einer Lifestyle-Diät zur nächsten. Die Farbe schwarz und kaum figurbetonte Stücke dominierten meinen Kleiderschrank. Mit Ende zwanzig erkannte ich, dass nicht die Kleidergröße meine Zufriedenheit bestimmt, sondern ich selbst. Ich liebe Fashion, ausgiebige Shoppingtouren und meine Beautysammlung lässt meine Freunde jedes Mal staunen. Ich will Farbe in meinem Leben und die Dinge ausprobieren, die mir Freude bereiten. Anbou soll mich auf diese Reise begleiten und Frauen ermutigen diesen Weg mit mir gemeinsam zu gehen. Schreibt mir unter bouamoud@anbou.de.

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anbou - das sind wir: Najat und Anna, zwei waschechte Plus Size Ladys. Wir bloggen, recherchieren und kommentieren Themen, die kurvige Frauen bewegen - von Mode bis Karriere, von Body Positivity bis hin zu Beauty Tipps.