Clean Eating (Teil 2): Ganz schön zeitaufwendig

Seit einem Monat versuche ich clean zu essen. Wie es mir damit geht und warum man dafür sehr viel Zeit braucht, erfahrt ihr im 2. Teil der Serie Clean Eating.

Keine Fertigprodukte, möglichst viel frisches Obst und Gemüse, kein weißer Zucker und Weizen: Das sind grob vereinfacht gesagt die Grundlagen des Clean Eating. Das Konzept sagt mir sehr zu, im ersten Teil der Serie Clean Eating habe ich bereits beschrieben, warum ich mich für die Ernährungsumstellung entschieden habe.

Meine Mama hat meinen Bruder und mich „öko“ aufgezogen. Auf Klassenfahrten in der Grundschule war ich immer die mit den Buchweizen-Bratlingen in der Tupperdose und dem selbstgebackenen Vollkornbrot. Gesund essen habe ich schon früh gelernt. Aber mit dem Auszug von Zuhause fiel es mir schwer, mich so zu ernähren, wie ich es von daheim kannte. Als Studentin fehlte das Geld für hochwertige Bio-Produkte und gutes Küchenequipment, als Berufstätige heute die Zeit, sich mehrmals am Tag in die Küche zu stellen, um zu kochen, Smoothies zu produzieren und Brote zu backen.

Clean Eating ohne hippe Bio-Superfood-Veggie-Cafés

Vor einem Monat habe ich entschieden, mir ab sofort die Zeit für gesundes Essen zu nehmen. Da ich in einer Kleinstadt wohne, weit weg von hippen Bio-Superfood-Veggie-Cafés, wie es sie in Kreuzberg oder Ehrenfeld gibt, bleibt mir nichts anderes, als alles selbst herzustellen. Seit einem Monat verbringe ich verdammt viel Zeit in der Küche: Morgens mache ich im Wechsel Chia-Pudding, Amaranth-Obst-Müsli und Porridge; mittags koche ich wahlweise Hirseaufläufe, Süsskartoffelspaghetti und richte Salate an. Wenn ich dann noch Zeit und Energie habe, gibt es frisch gepresste Säfte, Smoothies oder ein selbstgebackenes Vollkornbrot.

Clean Eating Test
Foto: shutterstock.com/ v.schlichting

Wer richtig clean leben will, verbringt sehr viel Zeit in der Küche. Gerade als Anfänger muss man sich die Zeit und Muße nehmen, neue Rezepte zu testen. Meist macht es mir Spass, es motiviert, weil man weiß, dass man sich damit etwas Gutes tut.

In einem meiner Kochbücher werden fünf cleane Mahlzeiten am Tag empfohlen  (dazu zählen auch Smoothies oder einen Apfel essen). Das packe ich nicht – mehr als zwei bis drei Mal am Tag möchte ich nicht am Herd oder meine Küchenmaschine stehen. Bei mir hat es sich eingespielt, dass ich das Frühstück und ein Hauptgericht clean gestalte, jeden zweiten Tag gibt es einen Smoothie oder frischen Saft. Zwei bis drei Mal die Woche mache ich dann abends noch eine cleane Zwischenmahlzeit (Rohkostsalat ist klasse!). Aber mehr geht einfach nicht.

80% Clean – 100% zufrieden

Und das finde ich auch voll okay! Auch mit meinem „80% Clean Eating im Alltag“ fühle ich mich nach rund 5 Wochen deutlich fitter und vitaler als vor der Ernährungsumstellung. Mein empfindlicher Magen kommt besser zurecht und meine Jeans sitzen schon lockerer als vor der Umstellung. Das alleine ist schon ein Erfolg für mich. Und mein ohnehin niedriger Fleischkonsum hat sich minimiert: Wurst gibt es bei uns gar nicht mehr, Fleischgerichte nur ein bis höchstens zwei Mal pro Woche. Dafür gönnen wir uns jede Woche wahlweise Lachs, Matjes und Garnelen direkt vom Fischhändler.

Ich bleibe weiter dran und berichte euch, wie es weiter geht.

 

 

 

 

Anna

Gründerin anbou

Viele Jahre habe ich mit mir und meiner Figur gekämpft. Heute ist Plus-Size ein Teil von mir, zu dem ich offen stehe. Für schöne, feminine Mode habe ich schon immer eine große Schwäche gehabt. Ich liebe kräftige Rottöne, taillierte Kleider und weiche Pastelltöne. Mit anbou will ich andere Frauen dazu ermutigen, zu sich und ihrer Figur zu stehen. Schönheit kennt keine Größe! Ihr wollt mit mir in Kontakt treten? Schreibt mir einfach an peters@anbou.de.

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